Castle of Heroes ist ein Browsergame, entwickelt von der Firma Snail Game. Spieler welche bereits einmal Heroes of Might and Magic spielen konnten, werden sich in diesem Browsergame direkt wohlfühlen. Es baut quasi ein wenig darauf auf. Vor allem Heroes of Might and Magic 3, denn sehr viele Einheiten wurden im Großen und Ganzen übernommen. Vielleicht ein paar andere Namen, generell jedoch sehr ähnlich.
Schlimm oder gar tragisch? Nein, sicher nicht. Denn das Browsergame zieht diese Spielreihe keinesfalls herunter, denn es ist versorgt einem Heroes Spieler mit allem was er braucht.
Um es spielen zu können ist wie gewohnt Flash nötig, denn das Spiel saugt schon so einiges. Dafür aber bietet es eine hübsche Grafik und eine gute Atmosphäre. Ja man fühlt sich wie in einer schönen Fantasy-Welt voller Kreaturen, Rohstoffen und Schätze. Dass es keine prima 3D-Ansicht hat, sei verziehen. Und mal ehrlich, in einem Browsergame? Also ich schätze diese Art von Perspektive. Man verliert nicht so schnell den Überblick. Apropos Überblick… was ist denn nun eigentlich Ziel des ganzen?
Anfangs wählt man eines aus Vier Völker. Da gibt es wie üblich die Menschen, die Elben, die Untote und die Orks. Ja das finde ich ebenfalls schön, man kann auch mal die dunkle Seite spielen und wird nicht zwanghaft aufgefordert wieder die Menschen, Zwerge oder Elben spielen zu müssen. Zumal in diesem Spiel niemand wirklich „gut“ oder „böse“ ist…
Hat man sich für ein Volk entschieden, so erhält man Anfangs eine Burg, welcher ihr einen Namen geben könnt. Diesen kann man nachträglich ändern, aber dazu später mehr.
Das Tutorial solltet ihr keinesfalls überspringen, denn dort wird Schritt für Schritt alles gut erklärt. Im Nachhinein solltet ihr das Spiel kennen. Ihr kauft euch zu allererst einen Helden, baut diverse Gebäude um anschließend Einheiten rekrutieren zu können. Diese Einheiten weist ihr dem Helden zu, mit dem ihr daraufhin in die Schlacht zieht.
Es ist eine Mischung aus Rollenspiel, Aufbau und… Strategie? Vielleicht ein wenig… Nichts geht ohne eine ausgebaute Burg, mit Abwehranlagen, einem Lazarett für verwundete Einheiten oder einer Lagerhalle für Rohstoffe. Selbstverständlich kann man ohne einen Helden auch nicht in den Kampf ziehen. Dieser besitzt wie in einem Rollenspiel eben, Angriffskraft, Verteidigung, Beweglichkeit und Intelligenz.
Intelligenz ist nur für einen Burgvogt wichtig, der eure Burg bewacht. Beweglichkeit ist gut um euch auf der Karte fort zu bewegen, aber nicht sonderlich wichtig. Angriffskraft ist natürlich gut für Angriff und Verteidigung natürlich prima für die Verteidigung eurer Einheiten.
Überall auf der Welt liegen Ausrüstungsgegenstände wie etwa Rüstungen oder Waffen herum. Diese gilt es einzusammeln und eure Helden damit auszurüsten.
Das gute ist, man erhält Anfangs eine Art „Noob-Schutz“, quasi ein Schutz für Neueinsteiger. Somit habt ihr genug Zeit euch mit diesem Spiel auseinander zu setzen. Das geht so lange bis ihr 2200 Ruhm erlangt habt. Ruhm erlangt ihr durch das bauen von Einheiten, Gebäude oder lernen von Zaubersprüchen. Doch keine Sorge, so schnell geht das nicht.
Der Nachteil an dem ganzen…. Sind die Aktionspunkte. Jeder Zug verbraucht Aktionspunkte, welche sich stündlich regenerieren. Es ist jedoch so, dass man wirklich sehr oft klicken kann und viele Züge unternehmen kann. Das wiederum führt dazu, doch viel Zeit investieren zu können. Bis alle Züge verbraucht sind, kann schon ein Stündchen oder gar zwei vergehen, und dort frage ich mich – wo bleibt das Browsergame?
Ein weiteres Manko ist der Item-Shop. Natürlich, jeder möchte verdienen. Das ist verständlich, doch gibt es im Item-Shop diverse Karten um die Rohstoffzuführ zu erhöhen. Die Wirkungsdauer lässt sich sogar addieren, wenn man mehrere Karten verwendet. Das wiederum bedeutet… je mehr Geld man investiert, umso besser steht man da. Beispiel: Normalerweise dauert es bis zu 8 Stunden bevor man eine Person angreifen kann. Es gibt jedoch eine „Karte des Sofortangriffs“, mit der ihr sofort angreifen könnt. Selbstverständlich gibt es auch Karten die zum Schutz dienen, damit ihr nicht angegriffen werden könnt. Und um hier auf den Burgnamen zurück zu kommen, so gibt es ebenfalls Karten mit denen ihr eure Burg umbenennen könnt.
Fazit: Sieht man vom Item-Shop ab, ist es ein wirklich gut gelungenes Spiel und ich werde es auf jeden Fall noch eine Weile spielen. Zieht man den Item-Shop mit hinein, so muss man leider sagen, Personen mit einer gefüllten Geldbörse, haben einige Vorteile. Zumal es in meinen Augen ein Browsergame ist und kein übliches Free2Play MMO. Anspielen lohnt sich auf alle Fälle.





